Welcher wofür? – Den richtigen Rucksack finden

Welcher wofür? – Den richtigen Rucksack finden

Wie findest du dich nun im Rucksack-Dschungel der vielen Hersteller und Modelle zurecht? Welcher ist der richtige für welche Aktivität? Um die Auswahl auf wenige Modelle einzuschränken, gibt es ein paar Leitfragen, die du zunächst beantworten solltest.

Männlein oder Weiblein?

Dass sich die Anatomie zwischen Frauen und Männern unterscheidet, wissen wir. In den letzten Jahren ist dieser Fakt auch bei den Rucksackherstellern angekommen, so dass einige bereits spezielle Frauenmodelle anbieten. Diese sind auf die kürzere Rückenlänge ausgelegt und auch schmaler als das männliche Pendant. Der kleine, feine Unterschied macht sich im Tragekomfort durchaus bemerkbar.

Tagestour oder Mehrtagestour?

Für einen eintägigen Wanderausflug wird sich dein Gepäck meist auf wenige überschaubare Dinge wie Tagesverpflegung und Wasser, Kartenmaterial, evt. eine Jacke und Kleinigkeiten beschränken und ein Rucksack mit 20-25 Litern locker ausreichen.

Warm oder Kalt?

Wie ist das Klima vor Ort? Bei sommerlichen oder gleichbleibend milden Temperaturen und trockenem Wetter wirst du natürlich weniger Kleidung mitnehmen müssen als in kalten Gebieten oder Jahreszeiten. Schwankt die Temperatur während deiner Wanderung stark, nimmst du fürs Zwiebelprinzip mehrere Kleidungsschichten mit, bei Regen ggf. sogar Regenkleidung. Das alles  muss Platz im Rucksack finden und sollte bei der Wahl der Größe berücksichtigt werden.

 

Zugriffsmöglichkeiten und Trinksystem

 

Packst du systematisch von oben nach unten und kannst damit leben, im Zweifel alles auspacken zu müssen, wenn du nun den Pulli genau in der Mitte deines Rucksacks brauchst? Oder bevorzugst du es, ihn öffnen zu können wie einen Koffer? Möchtest du ihn optional durch Reißverschlüsse in mehrere Kammern trennen können oder reicht dir ein großes Fach? Trinkst du aus Flaschen oder bist du lieber mit Trinkblase unterwegs, für die dein Rucksack dann idealerweise einen Auslass haben sollte?

Jeder Rucksack ist anders konzipiert und aufgebaut, daher solltest du dir Gedanken machen, welche Art „Packtyp“ du bist und ob dich viele Fächer, Ösen und Reißverschlüsse eher unterstützen oder verwirren.

Gewicht

Nicht zuletzt wird das Eigengewicht des Rucksacks interessant. Bei kurzen Tagestouren in einfachem Gelände fallen ein paar hundert Gramm mehr nicht wirklich auf. Bist du aber sehr lange unterwegs und/oder in schwierigem Terrain mit Steigungen oder sogar Klettereinlagen, bist du froh, nicht noch zusätzlich durch das Eigengewicht des Rucksacks belastet zu werden, welches dir im Zweifel keinen Vorteil verschafft.

Um Gewicht zu sparen, solltest du dir daher auch überlegen, wieviel Liter Fassungsvermögen du tatsächlich für deine geplante Tour brauchst. Mehr oder zu viel Fassungsvermögen verleitet gern dazu, mehr einzupacken, als man eigentlich benötigt. Ganz nach dem Motto: „Ach, das kann auch noch mit!“ Integrierte Hüftgurte helfen zudem, das Gewicht von den Schultern auf die Hüften zu entlasten und den Rucksack zu stabilisieren.

Beraten und Ausprobieren

Für deine endgültige Entscheidung begib dich direkt ins Geschäft, um die in die engere Auswahl gekommenen Modelle dort einmal Probe zu tragen. Diese sind meist schon vorbefüllt mit Packmaterial, um einen realistischeren Eindruck des Tragekomforts unter Belastung zu vermitteln. Bist du immer noch unsicher, ob alles passt, nimm deinen geplanten Inhalt mit in die Filiale und packe einmal Probe.

Quelle: http://earnyourbacon.com/de/